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Oktober 2026

Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletters,

die Sommerpause ist vorbei und was nützen die besten Sicherheitsmaßnahmen, wenn wir uns nicht mehr darauf verlassen können, dass Informationen vollständig, korrekt und unverändert sind?

Ganz aktuell: Der BND und der Scherbenhaufen des Vertrauens

Ausgerechnet dort, wo Informationen besonders geschützt sein sollten, steht nun die Integrität handelnder Personen auf dem Prüfstand.

Integrität ist eine der wichtigsten Grundlagen der Informationssicherheit und des Datenschutzes. Gemeinsam mit Vertraulichkeit und Verfügbarkeit bildet sie die drei klassischen Schutzziele der Informationssicherheit.

Doch Integrität beginnt nicht erst bei der Technik. Sie beginnt bei uns Menschen.

Integrität ist vor allem eine Frage der Haltung

Wer mit vertraulichen Informationen arbeitet, trägt Verantwortung. Verantwortung dafür, dass Daten nicht unbefugt verändert, verfälscht oder manipuliert werden – ob absichtlich oder versehentlich.

Integrität bedeutet deshalb mehr als technische Datensicherheit. Sie erfordert klare Zuständigkeiten, verlässliche Prozesse, transparente Entscheidungen und ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein.

Denn die größte Schwachstelle ist häufig nicht das System, sondern der Umgang mit ihm.

Neben organisatorischen Maßnahmen können technische Lösungen einen wichtigen Beitrag zum Schutz sensibler Informationen leisten.
Ein Beispiel ist Microsoft Purview, das in die Microsoft-365-Umgebung integriert werden kann und bei vielen unserer Mandanten bereits zum Einsatz kommt.

Mit sogenannten Sensitivity Labels (Vertraulichkeitsbezeichnungen) lassen sich Dokumente und E-Mails entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit klassifizieren.

Je nach Konfiguration können damit unter anderem:

  • Informationen als „Intern“, „Vertraulich“ oder „Streng vertraulich“ gekennzeichnet werden.
  • Zugriffs- und Nutzungsrechte gezielt eingeschränkt werden.
  • Verschlüsselung und Schutzvorgaben auch über Unternehmensgrenzen hinweg angewendet werden.
  • Die unkontrollierte Weitergabe sensibler Informationen erschwert werden.

Wichtig dabei: Sensitivity Labels schützen in erster Linie die Vertraulichkeit und kontrollierte Nutzung von Informationen. Für die Sicherstellung ihrer Integrität sind ergänzende Maßnahmen wie Versionierung, Änderungsprotokollierung und geeignete Berechtigungen erforderlich.

Technik kann Integrität unterstützen. Verantwortung kann sie uns nicht abnehmen.

Wenn Integrität verloren geht, entstehen Scherben

Die aktuelle öffentliche Diskussion rund um den Bundesnachrichtendienst (BND) zeigt, wie schnell Fragen nach Vertrauen, Verantwortung und Integrität in den Mittelpunkt rücken können.

Unabhängig von der konkreten Bewertung einzelner Vorgänge gilt für jede Organisation: Ist das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Informationen oder handelnden Personen erst einmal erschüttert, lässt es sich nur schwer wiederherstellen.

Und ein solcher Scherbenhaufen kann weitreichende Folgen haben – organisatorisch, wirtschaftlich und reputativ.

Unser Impuls für Sie

Halten Sie die Integrität Ihrer Informationen hoch – organisatorisch und technisch!

Prüfen Sie regelmäßig, wer auf sensible Informationen zugreifen und diese verändern darf. Schaffen Sie klare Verantwortlichkeiten, sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden und nutzen Sie die Schutzmöglichkeiten Ihrer Microsoft-365-Umgebung konsequent.

Denn wirksame Informationssicherheit entsteht dort, wo verantwortungsbewusstes Handeln und geeignete Technik zusammenkommen.

Sorgen Sie heute dafür, dass Sie morgen nicht vor einem Scherbenhaufen stehen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, organisatorische und technische Maßnahmen zur Informationssicherheit und zum Datenschutz sinnvoll miteinander zu verbinden.

Mit aufmerksamen Grüßen
Ihr Team der Viehoff Consult für Informationssicherheit und Datenschutz